Widdersteinlauf 2022

30.07.2022
In der Früh hat es noch einmal geregnet, dann war es bedeckt und teilweise ist die Sonne herausgekommen.

Heute stand der 17. Widdersteinlauf/Widdersteintrail auf dem Programm und ich stand zum 17. Mal auf der Startliste. Darauf bin ich schon ein wenig stolz, dass ich als einziger Läufer bei allen Widdersteinläufen teilgenommen habe. So lange es die Gesundheit zulässt, ist das wahrscheinlich meine große Motivation daran teilzunehmen! Trotzdem fiel es mir dieses Jahr sehr schwer, einigermaßen regelmäßig zu trainieren. Ab und zu waren dann aber immerhin zwei Trainingseinheiten in der Woche drin. Bei einem Testtrainingslauf am 9. Juli war ich dann äußerst überrascht, dass ich eine Zeit von 2:06 laufen konnte und schöpfte ein wenig Hoffnung, dass ich den Lauf doch evtl. unter 2 Stunden schaffen könnte.

 Dann stand erst Mal 4 Tag Wandern auf dem Walserweg an, was ja ein durchaus ansprechendes Ausdauertraining ist. Danach wollte ich noch einmal einen Testlauf machen, aber anstatt beim Laufen saß ich dann die halbe Nacht und auch am Tag eher über der „Kloschüssel“. Zwei Tage hat mich ein Magen-Darm Virus lahm gelegt. Im Südtirol-Urlaub waren dann noch zwei Trainingseinheiten drin, die aber nicht so vielversprechend waren. Was wird mich also erwarten? In guter Hoffnung machte ich mir trotzdem einmal eine „Marschtabelle“ für 2 Stunden.

 In der Früh steigt wie immer die Nervosität. Frühstücken, vorbereiten, aufwärmen. Ich bin dann auch gleich von zuhause weg nach Baad gelaufen. Dort gleich einmal meinen Freund Alwin getroffen und auch gemeinsam aufgewärmt. Unser Ziel „das 12 Uhr läuten im Baad“ zu hören, was so viel heißt, wie eine Zeit von 2 Stunden oder noch am Besten darunter zu erreichen.

Wir standen dann halbwegs im vorderen Mittelfeld und um Punkt 10 Uhr fiel der Startschuss. Wie immer ist von Baad heraus das Tempo extrem hoch. Es war gut mit Alwin zu laufen und in Gedanken war ich bei den vielen Widderstein- und sonstigen Läufen die wir schon gemeinsam bestritten haben! In Bödmen stand wie immer mein persönlicher Familienfanclub!

Ins Gemstel hinein wollte ich nicht „überpacen“ und ich denke Alwin und ich hatten ein recht ordentliches Tempo. Zumindest war ich dann im Hintergemstel genau im Zeitplan für 2 Stunden. Nun beginnt der Lauf eigentlich erst und es ist der Teil der mir am Meisten liegt. Ich hatte noch vom letzten Widderstein-Trail in Erinnerung, dass ich mich hier ein wenig „einlullen“ ließ, von den ganzen Läufern die hier in der Schlange hinauf laufen. Das wollte ich dieses Mal besser machen und mein Kopf war gut darauf eingestellt zu überholen so viele wie es geht, aber trotzdem nicht zu viel Kraft vergeuden. Das funktionierte dann bis zur Obergemstelhütte auch hervorragend. Der Zeitplan schien bestens aufzugehen. Hinauf zum Gemstelpass lief es ordentlich, aber nicht mehr ganz so gut, so dass ich ein wenig Zeit verlor. Hinüber zur Widdersteinhütte und auch danach im ersten Teil zum Widderstein-Einstieg lief ich ein wenig wie auf Eiern und ich hatte das Gefühl, dass es nicht ganz so rund läuft. Erst hinauf zum Seekopf ging es wieder besser und bei der Hochalp war ich schon fast wieder im Zeitplan. Ich freute mich sogar auf das Abwärtslaufen und vor mir lief ein Läufer der eigentlich ein Tick schneller war, mich aber immerhin bis hinunter ins „Mittlere“ mitzog. Dort machten sich dann leider erste Anzeichen von Krämpfen bemerkbar, der Kopf war aber noch stark genug zum mich ins Tal hinunter zu treiben.

Wie befürchtet kamen dann die ersten richtigen Krämpfe hinüber zur Bärgunthütte. Dort hoffte ich noch, dass ich mit etwas Glück gerade noch unter 2 Stunden schaffen könnte. Trotz Anfeuerungsrufen musste ich unterhalb von der Bärgunthütte stehen bleiben, um ein wenig den Krampf hinaus zu dehnen. Das ganze „Zähne zusammen beißen“ hatte nichts mehr genützt. Der Kampf, um unter 2 Stunden zu kommen schon verloren? Ganz so leicht gab ich mich noch nicht geschlagen! Noch mal Zähne zusammen beißen, stark im Kopf sein! Immer wenn ich das Tempo etwas anziehen wollte, dann machten sich die Krämpfe natürlich bemerkbar. Trotzdem – weiter und doch noch versuchen das Tempo anzuziehen. Vor dem Ziel stand natürlich wieder meine Familie, auch wenn ich sie dieses Jahr nicht mal bemerkt habe.

Mit 2 Stunden und 10 Sekunden hat es dann ganz knapp nicht gereicht die 2 Stunden-Marke zu knacken, aber ich war dann doch sehr, sehr zufrieden. 13. Platz in meiner Altersklasse M50. Mit dem Trainingsaufwand sollte man wirklich nicht klagen! Alle bisher stattgefundenen Widdersteinläufe mitgemacht und bei allen ins Ziel gekommen. Der einzige Läufer der das geschafft hat! Auch wenn ich nie Siegerzeiten erreicht habe, bin ich darauf schon sehr stolz! Nachdem Mittagessen beim Cafe von Roman und Angelika ging es dann noch mit der ganzen Familie zur Siegerehrung.

Vielen Dank an das Tri-Team Kleinwalsertal mit den vielen ehrenamtlichen Helfern. Mit der Walser Trail Challenge haben sie schon eine ganz tolle Veranstaltung ins Leben gerufen. Schön dass sie nach 2 Jahren Pause wieder stattfinden konnte. Wenn ich es dann auch mal schaffe wieder mehr zu trainieren, möchte ich auch einmal beim Walser Trail mitmachen …

Ergebnisse von der Walser Trail Challenge 2022 hier anklicken

Meine persönliche Widdersteinlauf-Statistik: 

GesamtzeitAnstiegAbstiegAnmerkungen
29.09.200101:39:51   
28.09.200201:40:04  mit Schnee!
27.09.200301:38:02   
25.09.200401:41:5900:59:4900:42:10mit viel Schnee! Zwischenzeit Widdersteinhütte
04.09.200501:46:3901:17:0600:29:33Zwischenzeit Hütte Hochalp
30.07.200601:40:2401:14:0800:26:16Zwischenzeit Hütte Hochalp
29.07.200701:44:3101:17:1500:27:16Zwischenzeit Hütte Hochalp
27.07.200801:48:1001:19:1600:28:54Zwischenzeit Hütte Hochalp
26.07.200901:43:3401:15:5000:27:44Zwischenzeit Hütte Hochalp
25.07.201001:45:0901:17:0300:28:06Zwischenzeit Hütte Hochalp
31.07.201101:43:0101:15:4500:27:16Zwischenzeit Hütte Hochalp
28.07.201301:57:3301:33:0900:24:24Zwischenzeit Hütte Hochalp*
01.08.201501:57:4801:25:2800:32:18Zwischenzeit Hütte Hochalp**
29.07.201701:59:5101:27:4600:32:05Zwischenzeit Hütte Hochalp**
28.07.201801:58:1701:26:4700:31:29Zwischenzeit Hütte Hochalp** (stimmt um 1 sec nicht)
27.07.201902:02:0601:29:3000:32:36Zwischenzeit Hütte Hochalp** (stimmt um 36 sec nicht)
30.07.202202:00:1001:27:4400:32:43Zwischenzeit Hütte Hochalp** (stimmt um 17 sec. nicht)

*Zwischenzeit nach offizieller Ergebnisliste. Laut meiner GPS-Uhr hatte ich auf der Hochalp eine Zeit von 01:26:42 und eine Abstiegszeit von 00:30:48, was mir auch durchaus realistischer vorkommt. Im Ziel hatte ich zu meiner Uhr eine Differenz von 3 Sekunden. Mir scheint, dass man bei der Bergwertung sechs Minuten abziehen und bei der Abstiegszeit sechs Minuten dazu rechnen muss.

** keine offizielle Zwischenzeit, sondern meine persönliche Zeitmessung.

Ein paar Vergleichswerte von meinen Widdersteinläufen:

Widdersteinlauf 2022 (nach meiner Uhr – stimmt um 17 Sekunden nicht)

BödmenHinterg.Oberg.PassW.hütteHochalpBärguntHütteBaad
00:08:1700:18:0700:23:5100:19:2800:04:2800:13:3300:18:0600:04:3300:10:04
Gesamt00:26:2400:50:1501:09:4301:14:1101:27:4401:45:5001:50:2302:00:27

Widdersteinlauf 2019 (nach meiner Uhr – stimmt um 36 Sekunden nicht)

BödmenHinterg.Oberg.PassW.hütteHochalpBärguntHütteBaad
00:07:4800:18:1200:24:2700:20:1300:04:3500:14:1500:17:4200:04:2300:10:31
Gesamt00:26:0000:50:2701:10:4001:15:1501:29:3001:47:1201:51:2502:02:06

 Widdersteinlauf 2018 (nach meiner Uhr)

BödmenHinterg.Oberg.PassW.hütteHochalpBärguntHütteBaad
00:08:4600:17:2100:24:3300:17:4300:04:1400:13:4500:18:5100:03:5600:08:51
Gesamt00:26:0700:50:4001:08:2301:12:3701:26:2201:45:1301:49:0901:58:00

Widdersteinlauf 2017

BödmenHinterg.Oberg.PassW.hütteHochalpBärguntHütteBaad
00:07:5200:17:5000:24:4200:19:1600:04:1600:13:5000:17:4100:04:3400:09:50
Gesamt00:25:4200:50:2401:09:4001:13:5601:27:4601:45:2701:50:0101:59:51

 Widdersteinlauf 2015

BödmenHinterg.Oberg.PassW.hütteHochalpBärguntHütteBaad
00:08:1000:17:3400:23:1500:18:3100:04:2100:13:3700:16:4700:05:2000:10:11
Gesamt00:25:4400:48:5901:07:3001:11:5101:25:2801:42:5001:47:3501:57:46

Widdersteinlauf 2013

BödmenHinterg.Oberg.PassW.hütteHochalpBärguntHütteBaad
00:08:0400:16:13 00:44:3900:04:1500:13:3100:15:5800:04:5500:09:55
Gesamt00:24:17 01:08:5601:13:1101:26:4201:42:4001:47:3501:57:30

Leider habe ich keine Zwischenzeiten von meinen schnellsten Widdersteinläufen. Doch der vom Widdersteinlauf am 30.07.2006 ist auch nicht so schlecht:

BödmenHinterg.Oberg.PassW.hütteHochalpBärguntHütteBaad
00:06:5700:14:2300:22:1100:15:2700:03:4900:11:2100:14:2000:03:4500:08:09
Gesamt00:21:2000:43:3100:58:5801:02:4701:14:0801:28:2801:32:1301:40:22

Als meinen persönlich besten Widdersteinlauf schätze ich den Lauf vom 25.09.2004 mit einer Zeit von 1 Stunde 41 Minuten 27 Sekunden ein. Damals mussten wir ab der Obergemstelhütte im Schnee stapfen und ich hatte auf der Widdersteinhütte eine Zwischenzeit von 59 Minuten 49 Sekunden und war dort als 11. „nur“ etwas mehr wie 8 Minuten hinter dem Führenden.  Am Ende wurde ich mit einem Rückstand von 8 Minuten 40 Sekunden 14. im Gesamtklassement.

Hier noch eine Siegerübersicht zur ganzen Walser Trail Challenge mit meinen erbrachten Zeiten.

Widdersteinlauf / Widdersteintrail

 DatumSieger DamenZeitSieger HerrenZeitStefan HeimLäufer*innen in der Wertung/Anm.
1.27.09.2001Marie Siman, TSV Kempten01:41:29Thomas Langer, TSV Mindelheim01:17:5101:39:51 
2.28.09.2022Marie Siman, TSV Kempten01:48:53Helmut Schießel, TSV Buchenberg01:22:3801:40:04Mit Schnee! 72 Läufer*innen
3.27.09.2003Gerti Ott, TV Memmingen01:42:04Thomas Langer, TSV Mindelheim01:19:1701:38:0291 Läufer*innen
4.25.09.2004Gerti Ott, TV Memmingen01:43:30Michael Barz, TSV Durach01:32:4701:41:59Mit viel Schnee! 78 Läufer*innen
5.04.09.2005Carola Schmid, TSV Fischen01:44:27Stefan Keckeis, Saeco Power Team01:21:1701:46:39109 Läufer*innen  
6.30.07.2006Petra Pfister, LSV Feldkirch01:37:49Bernhard Niemeier, SC Ottacker01:18:4301:40:24136 Läufer*innen
7.29.07.2007Caroline Kopp, TSG Leutkirch01:34:36Michael Barz, TSV Durach01:16:3701:44:31 
8.27.07.2008Gabi Stegmeier, Fitness Center Appenzell/CH01:35:56Hannes Felder, BLT Sparkasse Bludenz01:18:2901:48:10168 Läufer*inen
9.26.07.2009Caroline Kopp, TSG Leutkirch01:38:53Thomas Langer, TSV Mindelheim01:19:2201:43:34166 Läufer*innen
10.25.07.2010Simone Philipp, TV Jahn Kempten01:53:11Urs Jenzer, Lauftreff Bircher Thun01:17:1801:45:09149 Läufer*innen
11.31.07.2011Gerti Ott, TV Memmingen01:44:34Florian Endress, SC Gunzesried01:21:3601:43:01173 Läufer*innen
  2012 kein Widdersteintrail     
12.28.07.2013Isabella Schmöger01:37:01Philipp Schädler01:20:1001:57:33 
  2014 kein Widdersteintrail Wegverlegung im Gemstelboden  Strecke etwas länger!
13.01.08.2015Elke Keller, LG Filstal01:47:00Philipp Schädler, Team Dynafit01:17:5701:57:48352 Läufer*innen
  2016 kein Widdersteintrail     
14.29.07.2017Madlen Kappeler, TV Immenstadt01:39:11Johannes Klein, Team Adidas TERREX01:20:3401:59:52466 Läufer*innen
15.28.07.2018Susi Lell, Allgäu Outlet Raceteam01:44:02Thomas Kühlmann, NSV Wernigerode/Harzer Teufel01:24:5901:58:17444 Läufer*innen
16.27.07.2019Madlen Kappeler, dLaufladen Axel Reusch01:31:48Marc Dürr, Allgäu Outlet Raceteam01:22:0902:02:42495 Läufer*innen
  2020 Ausfall wegen Corona     
  2021 Ausfall wegen Corona     
17.30.07.2022Madlen Kappeler, Laufsport Saukel b_faster01:34:52Marc Dürr, Allgäu Outlet Raceteam01:16:3202:00:10395 Läufer*innen in der Wertung

Kanzelwandlauf / Kanzelwandtrail

Von 1984 bis 1998 fand der Kazelwandlauf vom Sportverein Kleinwalsertal statt, neue Strecke durch Tri-Team

 DatumSieger DamenZeitSieger HerrenZeitStefan HeimLäufer*innen in der Wertung/Anm.
1.16.09.1984      
15.28.06.1998Conny Krieger, TSV Oberstdorf00:51:14Ernst Walter, Neuner Sport00:38:59 43 Läufer*innen
  Neue Strecke durch Tri-Team, 2011 Österreichische Staatsmeisterschaften     
1.12.06.2011Lisa Reisinger, Kempten00:46:01David Schneider, KTV Will, CH00:38:21 184 Läufer*innen
  2012 nochmals neue Strecke     
2.17.06.2012Gabi Stegmaier, CH01:15:53Mario Fischer, Berglaufteam Haglöfs01:03:39  
  2014 mit Vorarlberger Meisterschaften     
3.19.06.2014Sabine Rainer, hellblau.POWERTEAM01:12:02Hannes Felder, BLT Bludenz01:08:43 190 Läufer*innen
4.30.07.2016Michelle Maier, Team Salomon, Rosenheim01:05:57Johannes Klein, Mammut Local Hero01:00:4901:39:44311 Läufer*innen

Walser Trail

 DatumSieger DamenZeitSieger HerrenZeitLäufer*innen in der Wertung/Anm.
1.02.08.2015Caroline Kopp, TSG Leutkirch, GER04:12:33Mathäus Jusczcak, Allgäu Outlet Raceteam, GER03:31:06181 Läufer*innen
  2016 Lauf verkürzt    
2.31.07.2016Michelle Maier, Team Salomon, Rosenheim02:27:19Moritz Auf der Heide, ASICS Frontrunner, GER02:13:24267 Läufer*innen
3.30.07.2017Susi Lell. Allgäu Outlet Raceteam, GER04:06:31Alexis Montagnat-Rentier, SUI03:13:59351 Läufer*innen
4.29.07.2018Susi Lell, Allgäu Outlet Raceteam, GER03:52:00Andreas Schindler, Bjaks Running Team, Scarpa, GER03:15:16403 Läufer*innen
5.28.07.2019Monika Pletzer, LG Filder, GER03:42:29Marc Dürr, Allgäu Outlet Raceteam, GER03:07:04420 Läufer*innen
6.31.07.2022Lena Glasbrenner, Allgäu Outlet Raceteam, GER03:31:45Johannes Klein, Team Adidas TERREX, GER02:39:39274 Läufer*innen

Walser Ultra Trail
Der Ursprung des Walser Ultra Trails geht zurück auf den 1. Kleinwalsertaler Casino Gebirgsmarathon von 1986 und war damals ein Staffellauf aus 4 Startern pro Team.

 DatumSieger DamenZeitSieger HerrenZeitLäufer*innen in der Wertung/Anm.
1.02.08.2015Andrea Feuerstein-Rauch, SV Bizau, AUT11:08:32Anton Philipp, Mammut Deutschland, GER08:53:2176 Läufer*innen
  2016 Lauf verkürzt    
2.31.07.2016Gwendoline Waibel, TSV Aitrach, GER09:11:35Roman Nef, Fitnesscenter Appenzell, CH07:32:09115 Läufer*innen
3.30.07.2017Eva Sperger, Sportbuck.com, GER10:13:14Johannes Klein, Team Adidas TERREX, GER08:06:1155 Läufer*innen
4.29.07.2018Gitti Stork, TV Immenstadt, GER10:05:22Benjamin Bublak, Adidas TERREX, GER08:47:5094 Läufer*innen
5.28.07.2019Marie-Luise Mühlhuber, Salomon Ambassador09:23:15Lukas Soergel, Salomon Running, GER08:26:52106 Läufer*innen
6.31.07.2022Ildiko Wermescher, Team HOKA, HUN10:28:34Michi Zweigart, Allgäu Outlet Raceteam, GER08:01:57100 Läufer*innen

 Walser Challenge Classic (Widderstein bzw. Kanzelwand u. Walser Trail)

 DatumSieger DamenZeitSieger HerrenZeitLäufer*innen in der Wertung/Anm.
1.2015Rabea Brittain, Laufbasis Allgäu, GER06:21:57Mathäus Jusczcak, Allgäu Outlet Raceteam, GER04:57:47 103 Läufer*innen
  2016 Strecke Walser Trail verkürzt    
2.2016Michelle Maier, Team Salomon, Rosenheim03:33:16Moritz Auf der Heide, ASICS Frontrunner, GER03:15:25116 Läufer*innen
3.2017Elke Keller, LG Filstal, GER06:15:51Matthias Baur, Team Salomon, GER04:54:51164 Läufer*innen
4.2018Susi Lell, Allgäu Outlet Raceteam, GER05:36:02Marcus Baur, Salomon Running Team, GER04:45:37177 Läufer*innen
5.2019Monika Pletzer, LG Filder, GER05:20:23Marc Dürr, Allgäu Outlet Raceteam, GER04:29:13196 Läufer*innen
6.2022Stephi Ganseneder, Team Schuhsport Trenkle05:42:32André Purschke, Team Dynafit-Skisport Luggi04:22:35125 Läufer*innen

 Walser Challenge Pro (Widderstein u. Walser Ultra Trail)

 DatumSieger DamenZeitSieger HerrenZeitLäufer*innen in der Wertung/Anm.
1.2015Ivonne Scrinzi, LC Kaltern, ITA14:05:47Josef Vogt, Balzers, LIE10:41:0528 Läufer*innen
  2016 Strecke Walser Utra Trail verkürzt    
2.2016Gwendoline Waibel, TSV Aitrach, GER10:35:01Anton Philipp, GER u. Seppi Neuhauser, AUT, Sport Kessler08:56:2837 Läufer*innen
3.2017Simone Philipp, Mammut, GER13:28:47Johannes Klein, Team Adidas TERREX, GER09:26:4620 Läufer*innen
4.2018Marie-Luise Mühlhuber, Völs12:18:59Benjamin Bublak, Adidas TERREX, GER10:18:5932 Läufer*innen
5.2019Sabine Engel, Laufgestalten, GER16:14:35Lukas Soergel, Salomon Running, GER10:04:1232 Läufer*innen
6.2022Jasmin Hafenmayer, Rosa`s Würstlestand12:29:17Michi Zweigart, Allgäu Outlet Raceteam09:22:4625 Läufer*innen

Vor 70 Jahren – Lawinenunglück auf der Melköde

Der 11. Februar 1952 – ein schrecklicher Gedenktag.
Lawinenkatastrophe in der Melköde vor 70 Jahren. Der weiße Tod kostet 20 Menschen das Leben!

Bericht der Heimatzeitung „Der Walser“ vom 13. Februar 1952

Um halb ein Uhr nachts brach von der südwestlichen Kante des Ifenstockes eine Staublawine riesiger Ausdehnung, jagte durch das sogenannte “Rote Loch” in Richtung Melköde, wo sie nach Überquerung des 400 Meter weiten flachen Talgrundes die drei Hütten unter dem Weg, das war die Sennhütte, die Alphütte des Ferdinand Matt völlig eindrückte und von der vordersten Alphütte (Besitzer; Rupert Greber, Augusta Schwarzmann, Leonhard Wolf) den Giebel 30 Meter weit wegriss. Die letztgenannte (in der Mitte liegende Hütte), sie war vom Hüttenwart Bertl Tauser gepachtet und mit zwei- und dreifach übereinander gebauten Betten ausgestattet, befanden sich zu dieser Stunde 49 Personen, davon 45 Leute des Skilagers YMCA/YWCA (Intern. Studentenvereinigung in Deutschland e.V.).
Am Sonntag abends traf diese Gruppe in Riezlern ein und nach zweistündigem Aufstieg in zwei Abteilungen haben sie um 19 bzw. 21 Uhr die Hütten auf der Melköde bezogen. Durch den beschwerlichen Anmarsch mit Gepäck und Schiern und die lange Anreise aus Frankfurt, Darmstadt und Ludwigshafen waren die Gäste sehr ermüdet und legten sich bald zur Ruhe.

18 Junggesellen schliefen im ebenerdigen Gemeinschaftsraum, hingegen alle Verheirateten und Frauen, sowie die Hüttenwirtfamilie Bertl Tauser mit Frau und 3-jährigem Kind im Obergeschoß.
Der beauftragte Leiter des Skilagers Hans Ditschunit und der Hüttenwirtgehilfe Sepp Uth waren zusammen in einem kleinen Nebenraum ebenfalls im Erdgeschoß und sie seien dann gegen 23 Uhr ebenfalls eingeschlafen. Der Leiter der Gruppe berichtet dann, dass er von einem schrecklichen Getöse erwacht sei. Ein furchtbarer Luftdruck habe ihn an die Wand geschleudert, Balken krachten und viel Schnee sei auf ihn niedergestürzt. Von irgendwoher hörte er Wimmern, Jammern und Stöhnen, er rief nach Sepp Uth, der sich auch gleich meldete, beide waren eigentlich unverletzt geblieben.
Im Nachthemd und barfuß tasteten sie sich umher und fanden plötzlich eine lichte Stelle, gruben sich mit den Händen durch und waren wie durch ein Wunder im Freien. Durch den tiefen Schnee gelangten sie zur benachbarten Hütte der Skizunft Kornwestheim und von dort aus begann die Rettungsaktion.

Der Hüttenwart eilte zum 3/4 Stunden entfernten Sporthotel Auenhütte, wo Personal und Gäste zu Hilfe gerufen, aber auch telefonisch sofort die Bergwacht der drei Orte und der Gendarmerieposten in Riezlern alarmiert wurden. Auch die zwei Zollbeamten Johann Heisele und sein Kamerad Franz Hofbauer auf der Schwarzwasserhütte wurden angerufen und sie waren bei den Ersten, die Hilfe leisten konnten. Bis zum Eintreffen der vorgenannten Hilfskräfte aus dem Tal um 1/2 vier Uhr an der Unglücksstätte hatten die Helfer von der Kornwestheimer- und Auenhütte die zwanzig Unversehrten und einige Leichtverletzte aus ihrem Schneegrab befreit.

Dank der vortrefflich organisierten Zusammenarbeit und des pausenlosen äußersten Einsatzes von zirka 80 Männern konnten bis 8 Uhr morgens die 16 Toten und 10 verletzten Gäste geborgen werden. Den 4 Schwer- und 6 Leichtverletzten leisteten Herr Dr. Weise (Auenhütte) und der Gemeindearzt Herr Dr. Vogel (Mittelberg) erste ärztliche Hilfe. Die schwerverletzte Hilde Leppien von Frankfurt / Main ist nach Einlieferung ins Krankenhaus Sonthofen dort am 12.2.1952 leider auch verschieden.
Während die im Parterre untergebrachten Männer unversehrt oder mit leichten Verletzungen eingeschlossen wurden, erlitten die im Giebel schlafenden Mädchen und Ehepaare außer dem Luftdruck durch die splitternden Balken schwerste Verletzungen, die den sofortigen Tod zur Folge hatten.
Die Verletzten wurden sofort ins Tal gebracht, aber nach sechs Stunden fehlte immer noch der Hüttenwirt Bertl Tauser und seine Familie. 3/4 Stunden später wurden alle drei über 30 Meter außerhalb des Hüttenbereiches tot gefunden. Der 42jährige Engelbert Tauser, gebürtig von Bad Oberdorf-Hindelang, war seit Juni 1939 im Walsertal als Pächter des Unterkunftshauses “Sonnblick” in Hirschegg-Wäldele; seine 43jährige Frau Anna, geb. Löchle von Dietmannsried und das 2 3/4jährige Töchterchen Elfriede (mit Schnuller im Mund) lagen dicht nebeneinander. Der schreckliche Luftdruck der Lawine musste die drei so weit geschleudert und auf der Stelle getötet haben. Der 12jährige Sohn, der sich in Hirschegg aufhielt, ist der einzige Überlebende aus dieser Familie Tauser. Es war ein erschütternder Anblick, als in den Mittagsstunden des gleichen Tages die einheimischen Pferdefuhrwerke die neunzehn in Decken eingewickelten Leichen in eine würdig ausgeschmückte Halle des Rathauses in Riezlern brachten.

Der größte Teil der Verunglückten wurde in den darauffolgenden Tagen auf Wunsch der Angehörigen in ihre Heimatorte überführt. Nur das Ehepaar Herbert und Erna Rübenack von Frankfurt/Main, Weilburgerstraße 12, sie hatten nur in der damaligen Ostzone der BRD Angehörige, fand auf dem Friedhof Riezlern seine feierliche Bestattung. Viele Bergwachtmänner gaben das ehrende Geleit, der evangelische Pfarrer Gabriel aus Oberstdorf sprach sinnvolle Worte und die Gemeinde ehrte mit einem Trauerkranz das Andenken der zwanzig Todesopfer.

Alle Bilder aus dem Fotoarchiv von Günther Fritz

11.2.2022/Stefan Heim

Homepage

Leider funktionieren sehr viele Verlinkungen auf meiner Homepage nicht mehr und ich muss einiges umbauen. Ich versuche das so nach und nach zu erledigen. Es kann allerdings einiges an Zeit in Anspruch nehen. Zumindest habe ich mir vorgenommen, wieder mehr an der Homepage zu arbeiten.

Hochalpsee

Buchvorstellung Flurnamenbuch

Einladung zur Buchvorstellung Flurnamen im Kleinwalsertal
Freitag, 18. Juni 2021 um 20.00 Uhr
im Walserhaus in Hirschegg

Die Autoren Anton Amann, Toni Berchtold, Stefan Heim, Karl Keßler und Thomas Müller laden die gesamte Talbevölkerung und alle Interessierten zu dieser Veranstaltung recht herzlich ein.

Registrierung und Platzzuweisung notwendig. Anmeldung bitte telefonisch oder per E-Mail bis spätestens Donnerstag, den 17. Juni 2021
Toni Berchtold T: 0664/4535661 E-Mail: toni.berchtold@aon.at
Stefan Heim T: 5315-214 E-Mail: stefan.heim@gde-mittelberg.at

Kurzentschlossene können bei freien Plätzen auch ohne Anmeldung die Veranstaltung besuchen.
Zum Einlass ist ein Nachweis (geimpft, getestet oder genesen) vorzulegen. Es besteht auch die Möglichkeit, sich direkt vor der Veranstaltung unter Aufsicht selbst zu testen. Das Tragen einer FFP2-Maske ist Pflicht.

Einlass: ab 19:00 Uhr

20 Jahre Hompage

Heute vor 20 Jahren ging meine Homepage online!

Grund war der Bericht von meinem ersten Birkebeiner-Rennet im Jahr 2001.

Die letzten Jahre habe ich die Seite ziemlich vernachlässigt. Es war einfach zu wenig Zeit und vieles anderes einfach wichtiger. Eher wurden die sozialen Medien noch etwas bedient – aber alles nicht mehr in so großem Ausmaß. Viele Sachen sollte man überarbeiten und viele Sachen funktionieren nicht mehr so richtig. Mit Familie, Hausbau in meinem geliebten Innerbödemn und Sport bleibt es nie langweilig und da bleibt die Homepage leider auf der Strecke. Hin und wieder gibt es immerhin News – aber eben selten …

Pfüatdi Flügel …

Nach über 20 Jahren (1997 gekauft), also fast Silberhochzeit gefeiert, habe ich mich heute von meinem Flügel getrennt. Eine sehr schwere Entscheidung, aber er passt leider nicht mehr ins neue Haus. Gemeinsam sind wir durch sehr viele Höhen und Tiefen gegangen. Sehr viele Stunden haben wir zusammen verbracht. Gestern habe ich das letzte Mal auf ihm gespielt und ich hätte nicht gedacht, dass das so emotional sein würde. Man kann dann einen letzten Akkord schon ziemlich lange hinauszögern …

Ein paar HP-Einträge habe ich dann noch gefunden, wo die Verbundenheit mit meinem Flügel schon deutlich wird: https://steepe.twoday.net/stories/1122543/
oder https://steepe.twoday.net/stories/305323/
und so wie gestern gespielt – vielleicht nicht mehr ganz so „gelenkig“ https://steepe.twoday.net/stories/364507/    
Gestern musste es dann aber die ganze Familie ertragen. Immerhin gibt es schon zwei angehende Pianistinnen und eine hat heute das neue Klavier dann einspielen dürfen.

Heute wurde der Flügel in einer interessanten Aktion abgeholt – danke Marcus für die Hilfe und die perfekte Kranführung!

https://www.facebook.com/stefan.heim/videos/10220382267089538

Österreich läuft – Vorarlberg läuft

Trotz meiner Blinddarmoperation (meine erste Operation überhaupt) am 31.3.2020 und Bauherr (mittendrin), habe ich mich zu diesem virtuellen Lauf für 10 km angemeldet. So ein bisschen als Motivation zum Laufen und um zu zeigen, dass wir auch im Kleinwalsertal ein Teil von Vorarlberg bzw. Österreich sind. Wirklich zum Laufen gekommen bin ich nicht, aber mir ging es ja auch nicht um eine Wettkampfzeit bzw. eine Platzierung, sondern um das „Dabeisein“.

Ausgewählt habe ich meine frühere „schnelle Einheitrunde“, 10 km an der Breitach und ins Gemstel. Der Nachteil natürlich, dass doch einige Höhenmeter (257 m Anstieg) zurückzulegen sind. Es hat Spaß gemacht, auch wenn es am Ende schon ein bisschen weh tat. Von schneller Einheit war ich dann auch ein ganzes Stück entfernt, aber das Ziel, die Strecke unter einer Stunde zu laufen habe ich geschafft. Mit einer Zeit von 58 Minuten 53 Sekunden wurde ich beim 10 km Lauf bei den Männern 339. von insgesamt 439.